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Im Süden Brasiliens hat die Polizei drei Personen aus sklavenähnlichen Bedingungen in einem Steinbruch befreit. Wie örtliche Medien am Mittwoch berichteten, wurden die Männer offenbar mit der Droge Crack für ihre Arbeit „bezahlt“. Fünf Personen wurden bei der Aktion nahe der Millionenstadt Porto Alegre festgenommen.

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Die Arbeiter seien unter menschenunwürdigen Bedingungen untergebracht gewesen, so die Polizei. Ein Beamter beschrieb sie als „Zombies, die für Crack arbeiteten“. Crack ist eine aus Kokain hergestellte, unreine Droge, die bereits bei der ersten Einnahme abhängig machen kann.

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Im vergangenen Jahr wurde in Brasilien mit 3.190 eine Rekordzahl von Personen aus sklavenähnlichen Bedingungen befreit. Es ist die höchste Zahl seit 2009, als 3.765 Menschen gerettet wurden. Die meisten Fälle wurden 2023 in der Kaffeeindustrie aufgedeckt, gefolgt von der Zuckerrohrindustrie. Die Entschädigungszahlungen an Betroffene erreichten im vergangenen Jahr die Rekordsumme von umgerechnet 2,4 Millionen Euro.

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Sklaverei ist in Brasilien seit 1888 offiziell abgeschafft. Allerdings ist die Praxis, Personen für ihre Arbeit nicht zu entlohnen oder sie gar zur Arbeit zu zwingen, immer noch weit verbreitet. Die Regierung erließ im Jahr 1995 Gesetze gegen eine solche Ausbeutung von Arbeitskräften und richtete mobile Einsatztruppen ein, die in ländlichen Gebieten wie auch in urbanen Zentren Kontrollen vornehmen. Bisher haben diese Einheiten mehr als 60.000 Personen befreit.

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