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Es ist ein Scoop, der seinen Preis hat. Denn der DFB macht damit genau das, was er nach den Erfahrungen mit Joachim Löw und Hans-Dieter Flick unbedingt vermeiden wollte: Er legt sich auf einen Trainer fest, ohne das nächste Turnier abzuwarten, und muss sich fragen, was das bedeutet, wenn die Nationalmannschaft ausgerechnet bei der Europameisterschaft im eigenen Land früh scheitern sollte.

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FC Bayern als großer Verlierer

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Doch das ist nur ein Teil der Wahrheit, der andere lautet: Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keinen besseren Trainer für die Nationalmannschaft als Nagelsmann. Dass dieser, obwohl er gerade einmal 36 Jahre alt ist, obwohl nach der Saison nicht nur Bayern München, sondern auch der FC Barcelona und der FC Liverpool ihre Trainerstellen neu besetzen müssen, seine unmittelbare Zukunft nicht im Vereinsfußball sieht, lässt einen Schluss zu: Nagelsmann erkennt im Kader des Nationalteams so viel Potential, dass er einen Erfolg nicht nur bei der EM in diesem Jahr, sondern auch in zwei Jahren bei der WM als realistisch erachtet.

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Als großer Verlierer erscheint zumindest für den Moment der FC Bayern München. Dort ist zuletzt unter den Verantwortlichen die Erkenntnis gereift, dass der Nagelsmann-Rauswurf ein Fehler war. Ein Fehler, der den Klub teuer zu stehen kommt.

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Erst zahlten die Bayern 15 Millionen Ablöse an Leipzig, dann weitere Millionen für die Abfindung – und stehen nun vor der Frage, wer dieses Team vom kommenden Jahr an trainieren soll. Thomas Tuchel könnte den Klub als Champions-League-Sieger verlassen. Eine erstaunliche Leistung mit einer Mannschaft, die in der Bundesliga erhebliche Schwächen offenbart und vor einem Neuaufbau steht.

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Nagelsmann ist nicht bekannt als jemand, der nur auf sein Herz hört. Im Gegenteil: Er hat stets einen klaren Plan für seine Karriere verfolgt. Dass sein Verstand nun gegen eine Zukunft in München argumentiert, sollte dort als Warnung zu verstehen sein.

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