[–>

Die ukrainische Luftverteidigung hat nach eigenen Angaben erstmals einen russischen Langstreckenbomber des Typs TU-22M3 abgeschossen. Das Flugzeug stürzte am Freitag auf russischer Seite im Gebiet Stawropol ab, etwa 300 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Auf im Internet veröffentlichten Handyaufnahmen war ein brennendes und sich kreiselnd der Erde näherndes Flugzeug dieses Typs zu sehen. Es handele sich um die „erste erfolgreiche Zerstörung eines strategischen Bombers in der Luft während eines Kampfeinsatzes“, teilte der ukrainische Militärgeheimdienst HUR mit.

[–>

Auch russische Medien veröffentlichten Bilder von der Absturzstelle. Dem Stawropoler Gouverneur zufolge ist ein Besatzungsmitglied ums Leben gekommen, zwei hätten sich mit dem Schleudersitz retten können, ein weiterer Pilot werde vermisst. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, dass die Maschine wegen „technischer Probleme auf dem Rückweg von einem Einsatz“ abgestürzt sei.

[–>

Russische Luftangriffe auf Gebiet Dnipropetrowsk

[–>

Ukrainischen Angaben zufolge ist ein weiterer Bomber zur Umkehr gezwungen worden, bevor er seine Raketen abfeuern konnte. Der HUR betonte, dass der Bomber „mit denselben Mitteln“ abgeschossen wurde wie im Frühjahr zwei von sieben russischen Frühwarnflugzeugen des Typs A50. Einem Bericht zufolge handelt es sich um eine Weiterentwicklung des in der Sowjetunion entwickelten Flugabwehrsystems S-200.

[–>[–>

Trotz des Abschusses des Flugzeuges kamen bei russischen Luftangriffen auf das Gebiet Dnipropetrowsk nach ukrainischen Medienberichten mindestens acht Menschen ums Leben, darunter zwei Kinder. Der abgeschossene Langstreckenbomber hat nach russischen Angaben zuvor Angriffe auf das Gebiet geflogen. In der Gebietshauptstadt Dnipro wurden ein mehrstöckiges Wohngebäude und der Bahnhof angegriffen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj appellierte abermals an die ausländischen Partner, sein Land bei der Luftverteidigung zu unterstützen.

[–>[–>

In Polen wurde am Donnerstagabend ein Mann festgenommen, der im Verdacht steht, an der Vorbereitung eines Attentats auf Selenskyj beteiligt gewesen zu sein. Gemeinsam mit ukrainischen Ermittlern habe man die Pläne vereitelt, teilte die polnische Generalstaatsanwaltschaft mit.

[–>

Demnach soll der Mann versucht haben, Informationen über den Flughafen Rzeszow, über den seit Sperrung des ukrainischen Luftraums ein Großteil des Luftverkehrs auch mit ukrainischen Politikern abgewickelt wird, zu sammeln und an Russland zu übergeben. „Seine Versuche, den russischen Geheimdienst zu kontaktieren, sind aufgeflogen“, sagte der polnische Ministerpräsident Donald Tusk. Die Festnahme sei „absolut gerechtfertigt“.

Failed to fetch data from the URL.