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Ob der Sekt bei den Kassel Huskies bereits kaltgestellt ist, ist nicht bekannt. Aber so langsam dürften die Vorbereitungen für die große Aufstiegsparty beginnen. Die Nordhessen führen in der Finalserie der zweiten Deutschen Eishockey Liga (DEL2) gegen die Eisbären Regensburg 2:1. Die nächsten beiden Spiele sind diesen Freitagabend (20 Uhr) und am Sonntag (17 Uhr). Da könnten die Huskies die Serie bereits beenden – und würden 14 Jahre nach ihrem Lizenzentzug wegen finanzieller Probleme in die DEL zurückkehren.

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2018 wurden Auf- und Abstieg in der lange Zeit geschlossenen Liga wiedereingeführt. Allerdings hat die DEL die Tür damals nur einen Spalt weit geöffnet. Neben der sportlichen Qualifikation muss man auch die wirtschaftlichen und infrastrukturellen Voraussetzungen der ersten Liga erfüllen. Das tun aber nur die wenigsten Zweitligateams, weswegen immer erst am Ende der Play-offs feststeht, ob es wirklich einen Aufsteiger gibt. Und damit einen Absteiger. Selbst in der aktuellen Saison, sechs Jahre später, sind gerade mal vier DEL2-Klubs aufstiegsberechtigt.

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Kassel gehört dazu, Regensburg aber nicht. Werden die Regensburger Meister, bleibt alles beim Alten – und der DEL-Letzte aus Augsburg erstklassig. So war es im vergangenen Jahr gelaufen.

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Kapazität und Stadionindex

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An diesem Donnerstag nun hat die DEL die Tür etwas weiter geöffnet. Da verkündete sie, dass der bislang bis Mitte 2026 datierte Vertrag mit der DEL2 nicht nur bis zum Ende der Saison 2030 verlängert, sondern auch angepasst wird. Zwei wichtige Hürden fallen, dadurch haben „in Zukunft deutlich mehr Standorte der DEL2 die Möglichkeit, die Voraussetzungen für den Aufstieg zu schaffen“, sagt Jürgen Arnold, Chef des DEL-Aufsichtsrats. Im Idealfall alle 14 Klubs, damit es endlich einen regelmäßigen Austausch zwischen den Ligen gibt.

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Die größte Hürde war in der Vergangenheit die Mindestkapazität der Eisstadien von 4500 Plätzen. Was selbst klassische Eishockey-Standorte wie Landshut (4448 Plätze) oder Kaufbeuren (3100) von vornherein ausschloss, obwohl sie in den zurückliegenden Jahren schicke Neubauten bekommen hatten. Dagegen protestierten zuletzt zahlreiche Fanszenen. Es war ja in der Tat nicht einzusehen, warum es 4500 Plätze braucht, wenn es DEL-Klubs wie Wolfsburg gibt, deren Schnitt weit darunter liegt. Gerade in Landshut und Kaufbeuren, wo eine U-18-Weltmeisterschaft oder der Deutschland-Cup stattfinden können, aber keine DEL-Spiele. Künftig ist das also anders.

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Eine weitere wichtige Anpassung gibt es beim sogenannten Stadionindex. Jede Halle erhält Punkte: einen für einen Stehplatz, zwei für einen Sitzplatz, vier für einen VIP-Platz. Standorte mit älteren Eisstadien wie Rosenheim scheiterten meist an zu kleinen VIP-Räumlichkeiten. Dadurch waren die erforderlichen 8000 Punkte unter keinen Umständen zu erreichen. Nach der neuen Regel müssen die Hallen nun zwar 9500 Punkte erreichen, allerdings gibt es für einen VIP-Platz jetzt acht Zähler. Und vor allem müssen die Plätze nicht mehr in der Halle sein. Wer draußen Zelte oder Container für das betuchte Publikum aufstellt, bekommt dafür ebenfalls Punkte. So machen es die Löwen Frankfurt in der DEL, ihre VIP-Räume sind seit Langem vor der Halle.

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Eines allerdings bleibt: Wer aufsteigen will, muss bereits vor dem Start der Saison einen Antrag stellen und 250.000 Euro hinterlegen. Eine Art Anzahlung, denn die DEL ist eine autark vom Deutschen Eishockey-Bund agierende GmbH. In die muss man sich einkaufen, um mitspielen zu können. Rund 800.000 Euro werden für Aufsteiger fällig. Geht es nach der DEL, gibt es davon nun jedes Jahr einen.

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